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• Was Kinder brauchen

• Spielend lernen

• Der Tagesablauf

• Rituale machen Kinder stark

• Rituale im Alltag


Was Kinder brauchen

Die meisten Familien bieten ihren Kindern mit großem Engagement den Rahmen, in dem sie die Grundlagen für Eigenständigkeit, Selbstbewusstsein und Identität ihres Kindes prägen. Wir wissen, dass die Familie der erste Bildungsort ist und wissen um die Bedeutung der veränderten Kindheit. Familienstrukturen und -formen haben sich geändert, die Belastungssituationen in der Familie sind heute andere und der Zusammenhang von Bildungsniveau, Erwerbsbeteiligung und Familie ist unübersehbar. In dieser Zeit tragen wir dem Wunsch Rechnung, Familie und Beruf vereinbaren zu können.

Aus dieser Situation heraus ist für viele Kinder der erste Kindergartentag ein großer Schritt in eine neue und fremde Welt. Die Entwicklung passgenauer Angebote, die Begleitung und Beratung des ganzheitlichen Bildungsprozesses auf der Basis einer positiven Bindung ist für uns eine zentrale Zielstellung. Die Einbeziehung der gesamten räumlichen Umgebung, geeignetes Material und eine strukturelle Rhythmisierung des Tagesablaufes mit festen Ritualen wie dem Morgenkreis, Regeln und Werten ermöglichen den Kindern ein Lernen miteinander und voneinander. Kinder brauchen Kinder.

Was kinder brauchen

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Spielend lernen

„Kinder sollten mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein ganzes Leben schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.“ Astrid Lindgren

Die ureigene Form und das zentrale Mittel von Kindern zu lernen, ist das Spiel. Von Anfang an setzen sich Kinder aktiv mit sich und seiner Umwelt auseinander. Sie bauen hier mit anderen Kindern ihre Kompetenzen auf, differenzieren ihre Potentiale und probieren sich in neuen Situationen aus. Es gibt mehrere hundert Arten von Spielmöglichkeiten und Spielmaterialien. Wir haben unsere Spielmaterialien bewusst nach unseren pädagogischen Zielsetzungen ausgesucht und jedes Kind kann seiner individuellen Alters- und Entwicklungssituation das vorhandene Material nutzen.

Das einzelne Kind entscheidet, ob es in die verschiedenen Funktionsräume, dem großzügigem Außengelände, die Gruppenräume mit der oberen Spielebene oder die Waschräume allein oder mit anderen als Spielfeld nutzen möchte. Das einzelne Kind legt fest, wo, mit wem und wie lange es an einem Spielort seine vielgestaltigen Möglichkeiten ausprobieren möchte. Je engagierter unsere Kinder sich einer Sache widmen, je ausdauernder die Kinder über Versuch und Irrtum Fertigkeiten erwerben, desto nachhaltiger sind die Kompetenzen, die die Kinder ausprägen. Für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ist das Spiel die Grundlage und darum uns besonders wichtig.

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Der Tagesablauf

7.30 Uhr

Der Kindergarten öffnet. Jedes Kind wird von uns begrüßt. Das Freispiel beginnt. Milch, Kakao, Tee und Wasser, ein freundlich hergerichteter Frühstückstisch mit aufgeschnittenem Obst laden die Kinder zum freien Frühstück bis 11.00 Uhr ein. Einmal in der Woche frühstückt jede Gruppe gemeinsam.

9.00 Uhr

Alle Kinder sollten in der Einrichtung sein. Der Morgenkreis beginnt. Was ist ein Morgenkreis? Was passiert beim Morgenkreis? Ein Kind, das Tageskind, gestaltet die, der Jahreszeit bzw. dem Rahmenthema entsprechende Mitte auf dem Fußboden in der Garderobe. Auf dem Teller/Tablett oder in einem Korb steht ein Glas mit einem Teelicht, das vom Tageskind angezündet wird. Das Tageskind würfelt das Morgengebet und anschließend wird das Gebet von allen Kindern gesprochen. Nach dem Morgengebet reichen wir uns die Hände und wünschen uns „einen schönen Guten Morgen". Gemeinsam singen wir, erfragen welche Kinder anwesend sind und wer zum Mittagessen bleibt. Das Tageskind entscheidet, ob ein Lied gesungen wird, eine Geschichte vorgelesen, ein Spiel gespielt oder eine Erzählrunde gestaltet wird.

9.30 Uhr

Angebote, Projekte, und Aktionen für alle Altersstufen in der Klein- oder Gesamtgruppe; auch gruppenübergreifend; zum Ende des Vormittags räumen alle gemeinsam auf.

11.15 Uhr

Angebote für die gesamte Gruppe in Form von Stuhlkreisaktionen, Spielen und Liedern im Gruppenraum oder in der Garderobe, Geburtstagsfeiern oder Spielen im Außengelände

12.00 Uhr

Die Kinder können bis 12.30 Uhr abgeholt werden; jeden Freitag findet um 11.45 Uhr der gemeinsame Singkreis statt. Alle Eltern und Freunde der Kita sind dazu herzlich eingeladen

12.00 Uhr/ 12.30 Uhr

Wir essen um 12:00 Uhr mit den „Mäusen" und um 12:30 Uhr mit den „Katzen"  Mittag, anschließend Ruhephase für die „Mäuse".

14.00 Uhr

Ende der Ruhephase im Kindergarten. Kinder, die 35 Std. betreut werden, können wieder in die Einrichtung gebracht werden. Für diese und für die Kinder der 45 Std.-Betreuung finden neben dem Freispiel interessante Projekte und Angebote sowohl für die Schulkinder, wie auch für die Nichtschulkinder statt.

16.30 Uhr

Ein erlebnisreicher Kita-Tag geht zu Ende.

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Rituale machen Kinder stark

Rituale begleiten Menschen durch Übergangsphasen des Lebens und helfen ihnen, die Anforderungen des Alltags zu meistern. Fast alles, was Kinder nach ihrer Geburt erleben, geschieht nicht rein zufällig, sondern in einer bestimmten Absicht, mit einem bestimmten Ziel, nach einem bestimmten Ablauf. Das immer wiederkehrende regelnde Prinzip ist es, was ein Ritual ausmacht.

„Beobachten wir mal in aller Stille ein Kind. Viele Dinge, die es tut, ritualisiert es von ganz allein, ohne dass ihm dieses gesagt oder vorgemacht wurde. Durch den immer wiederkehrenden Ablauf erweitert und festigt sich sein Selbstbewusstsein. Es lernt sich, seine Umgebung und all das, womit es täglich zu tun hat, besser kennen. Vertrauen, Geborgenheit und Lebensbejahung haben eine größere Chance, sich in ihm auszubreiten."

Solche Handlungen tragen dazu bei, dass sich der kleine Mensch leichter in seiner Welt zurechtfinden kann. Kinder wünschen sich Wiederkehrendes und fordern Rituale nahezu heraus. Aber nicht nur in den ersten Jahren seines Lebens braucht der kleine Mensch Hilfestellung über die Regelmäßigkeit einer Sache, sondern auch danach, wie beim Übergang in den Kindergarten. Rituale leben von der Wiederholung. Sie bergen das große Potential, unserem Leben eine sinnvole Ausrichtung zu geben. Das reicht von der Wertschätzung kleiner Begebenheiten (der Kuss zur Verabschiedung von den Eltern) bis hin zu der Gestaltung von großen Ereignissen (das Aufführen eines Theaterstückes zum Adventkaffee).

Rituale wirken auf unterschiedlichen Ebenen und lassen sich über den gesamten Tagesablauf, im gesamten Kindergartenjahr in unserer Einrichtung verfolgen. Rituale unterstützen das Bedürfnis nach Gemeinsamkeiten und Nähe, vermitteln Sicherheit in undurchschaubaren Situationen. Im Spiel dienen Rituale der kindlichen Darstellung. Anfangsrituale (das Begrüßen), Rituale im Jahreskreis (Geburtstagsfeier) Schlussrituale (Singkreis am Freitag) werden bei uns pädagogisch sinnvoll umgesetzt und werden dennoch ständig überprüft. Im Rahmen von geltenden Regeln und Grenzen sind Rituale nur dann pädagogisch sinnvoll, wenn sie der individuellen Entfaltung und der Verschiedenheit der Individuen Rechnung trägt. Verschiedene Rituale, die uns täglich, wöchentlich oder auch jährlich begleiten, sind z.B.

  • das Anmeldegespräch
  • die Aufnahme
  • Elterninformationsveranstaltung
  • Hospitationstage in der Einrichtung, mit den Eltern
  • Begleitende Eingewöhnung, nach dem Berliner Model
  • Rituale im Tages-/ Wochenablauf wie das Begrüßen am Morgen, der Morgenkreis; der Frühstücksablauf; das Aufräumen; das gemeinsame Turnen
  • Rituale im Jahreskreis wie der Geburtstagsfeier, religiöse Feste und Feiern, die Kinderkirche, Kindergartenfeste usw.

 

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Rituale im Alltag

Rituale 3

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