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• Das pädagogische Konzept

• Miteinander – Pädagogik der Vielfalt

• U3 – Das besondere Konzept


Das pädagogische Konzept

Jedes Kind, jeder Säugling der geboren wird, bringt bei der Geburt alles mit, um sich selbst und die Welt, seinem Alter entsprechend zu erforschen. Sie sind kompetente und vollwertige Menschen und wir im Kindergarten Widum I begegnen den Kindern mit Achtsamkeit und Respekt, vertrauen auf seine Entwicklungsfähigkeit und den Eigenrhythmus. Jedes Kind hat sein Zeitmaß der Entwicklung. Individualität und Autonomie des Kindes kann sich entwickeln, wenn wir als Team einen geschützten Rahmen und eine stabile und sichere Beziehung bieten und es begleiten. Emotionale Sicherheit und Verlässlichkeit sind Voraussetzungen für eine solche Entwicklung. Auf der Basis der Grundgedanken von Emmi Pikler über die autonome Bewegungsentwicklung, der beziehungsvollen kooperativen Pflege und dem eigenständigem Spiel haben wir unser pädagogisches Konzept erarbeitet. Der Name Pikler steht für eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber vom ersten Tag an. Wir legen Wert darauf, die Besonderheiten eines jeden Kindes zu berücksichtigen und im Umgang mit ihm, seine Persönlichkeit zu wahren. Wir respektieren das Bedürfnis unserer Kinder, sich geistig und körperlich in ihrem Zeitmaß und ihren Interessen entsprechend zu entwickeln.

Basierend auf dem entwicklungsorientierten Ansatz nach Emmi Pikler haben wir folgende Bildungs- und Erziehungsschwerpunkte für uns herausgearbeitet:

  • Aktive Entwicklungsbegleitung und qualitätsorientierte Angebote für Kinder von unter drei Jahren bis zum Schuleintritt auf der Basis von Annahme, Vertrauen und verlässlichen Bindungen; die Kinder und Eltern sollen sich bei uns wohlfühlen und gern zu uns kommen
  • Chancengleichheit, individuelle Vielfalt leben, d. h. für uns Integration in allen Bereichen verwirklichen
  • Frühkindliche Bildung und Begleitung von Entwicklungsprozessen
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Miteinander – Pädagogik der Vielfalt

In unserem Kindergarten finden Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft, verschiedener Nationalität und Kinder mit Behinderung bzw. Kinder, die von Behinderung bedroht sind, Aufnahme. Jedes Kind so anzunehmen wie es ist und ihm mit liebevoller Achtung zu begegnen, ist für uns Erzieherinnen ein Grundanliegen. Seit März 2000 arbeiten wir in unserer Einrichtung integrativ. Unsere integrative Arbeit orientiert sich an dem Entwicklungsstand, der Befindlichkeit und den Bedürfnissen des Kindes und wird so lebensnah wie möglich gestaltet. Bei uns im Kindergarten wird der Grundstein für das selbstverständliche Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung gelegt. Das gemeinsame Spielen und Lernen fördert soziale Fähigkeiten, die im späteren Leben ausschlaggebend für gesellschaftliche Toleranz, Akzeptanz und den Respekt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind. Zur zusätzlichen Unterstützung ist in unserem Kindergarten eine Integrationsfachkraft angestellt. Sie hilft den Kindern, die von Behinderung bedroht sind, sich besser in das Gruppengeschehen einbringen zu können, regt ihre Neugier und die Lust zum Experimentieren an.

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U3 – Das besondere Konzept

Die Aufnahme von Kindern unter drei Jahren haben wir im Team diskutiert, analysiert und festgestellt, dass gerade Kinder unter drei Jahren Zeit zum Ankommen in unserem Kindergarten benötigen. Eine sichere Bindung, ein gutes Raumkonzept mit vielen Lernfeldern und Erprobungsmöglichkeiten tragen zum Wohlfühlen bei und die Kinder spüren, dass wir sie annehmen, wie sie sind. Um unseren und Ihren qualitativen Ansprüchen gerecht zu werden, befinden wir uns in einem ständigen Fortbildungsprozess. Alle Mitarbeiter, die mit Kindern im Bereich unter drei Jahren eingesetzt sind, haben zertifizierte Fortbildungen absolviert und nutzen die Möglichkeiten der kollegialen Beratung.

Wir arbeiten nach dem Berliner Eingewöhnungsmodel, das folgende Phasen beinhaltet:

Die Kennenlernphase

In dieser Phase lernen die Eltern und zukünftigen Kindergartenkinder bereits bei der Anmeldung den Kindergarten kennen. Schnuppertage, Hospitationen und ein auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder orientierter Fragebogen helfen, Eltern und Kinder zu begleiten und einzugewöhnen.

Die Trennungsphase

Beginnt mit dem Kindergartenbesuch des Kindergartenkindes über einen festgelegten Zeitraum (1 Woche) mit maximal 2 Stunden am Tag. Für das Kind ist es wichtig, in der Zeit der ersten Kontaktaufnahme zur neuen Umgebung durchgängig die Sicherheit zu haben, bei Vater oder Mutter Zuflucht und Unterstützung suchen zu können und die schwierige Situation nicht allein meistern zu müssen. Die anwesende Mutter oder der anwesende Vater ist der sichere Hafen. In diesen ersten Tagen erlangt das Kind eine gewisse Vertrautheit mit der neuen Umgebung, der bislang noch fremden Erzieherin und den anderen Kindern. Erst wenn das Kind ein hohes Maß an Sicherheit gewonnen hat, können die Eltern an den Beginn der Stabilisierungsphase denken. Ein tägliches kurzes Feedback zwischen Eltern und gewählter Bezugsperson ist in dieser Phase wichtig, weil die Bedürfnisse und der Entwicklungsstand des Kindes im Zentrum der Eingewöhnung stehen und so den Eltern Sicherheit vermittelt werden kann.

Die Stabilisierungsphase

In dieser Phase bleibt das Kind ohne Eltern im Kindergarten. Es beginnt sein Umfeld im Kindergarten zu erkunden. Dazu gehört das Kennenlernen der anderen Kinder und Erzieherinnen.

Die Verabschiedung zwischen den Eltern und ihrem Kind sollte immer nach einem individuellen Ritual ablaufen (z.B.: das Kind bringt die Eltern bis zur Tür). Auch in dieser Zeit wird es noch oft Abschiedsschmerz zeigen, aber seine Erzieherin akzeptieren, sich schnell trösten lassen und den Kontakt zur gewählten Bezugsperson suchen.



Unsere feste Gruppenstruktur gibt den Kindern ein hohes Maß an emotionaler Sicherheit. Durch das Bestehen dieser Gruppenstruktur tritt ein geringer personeller Betreuungswechsel auf und die Kinder können ihre Bindungsperson wählen und erfahren so Geborgenheit und Kontinuität. Diese Verlässlichkeit und beziehungsvolle Pflege bildet für uns die Grundlage unserer angestrebten Beziehungsqualität und für eine zeitnahe und individuelle Bedürfnisbefriedigung.

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